Zu sehr die Frage zwischen Arm und Reich
Der WDR berichtet über einen anderen Europa-Kandidaten…
Ehemalige Mitstreiter Giegolds halten seinen aktuellen Schritt in die Politik für konsequent, hatten ihn sogar erwartet. Er sei ein talentierter junger Mann mit ganz persönlichen Zukunftsplänen, erklärte einst Peter Wahl, der mit Giegold zusammen jahrelang im Attac-Koordinierungsrat saß. Der Parteieintritt bei den Grünen sei daher naheliegend gewesen. Doch das sieht nicht jeder frühere Mitstreiter so. Tobias Pflüger sitzt bereits als Attac-Mitglied im Europaparlament, allerdings nicht für die Grünen, sondern für die Linken. Er sagt Giegold eine eher schwere Zukunft voraus. Mit einem klaren globalisierungskritischen Profil sei Giegold bei den Grünen falsch, kritisierte Pflüger nach Giegolds Parteieintritt.
Doch davon gibt sich Sven Giegold unbeeindruckt. Seine persönliche Entscheidung sei davon bestimmt, dass er “nach 20 Jahren in sozialen Bewegungen was anders machen” wollte, sagt er. Und während die Linken zu sehr die Frage zwischen Arm und Reich thematisierten, hätten die Grünen ihm die besten Möglichkeiten geboten, seine Ideen in ihre Programme einfließen zu lassen.